© by Richard Karner

Holistic Pulsing
Massage für die Seele

Bilder Holistic Pulsing

In Australien und Neuseeland ist Holistic Pulsing längst bekannt und verbreitet. Nun erreicht es auch Europa: eine sanfte, klientenfreundliche Manualtherapie, die im weiteren Sinn unter die Massageformen gerechnet werden kann. Diese Art der Be-Hand-lung ist in ihrer Einfachheit einmalig, setzt aber bei den Behandelten in kürzester Zeit erstaunliche Wandlungsprozesse in Gang. Sie ist ein hochwirksames Werkzeug, um tiefgreifende Entwicklungen und eine Harmonisierung von Körper, Geist und Seele einzuleiten. Sowohl körperliche Beschwerden als auch psychische Probleme lassen sich mit Holistic Pulsing unspektakulär und dauerhaft auflösen; KlientInnen, deren Leben irgendwo "steckt", die keinen Weg mehr sehen und keine Entscheidungen treffen können, bringen die Dinge wieder in Bewegung und können sich aus ihrer Erstarrung lösen. Und wer gerade kein drängendes Problem zu bearbeiten hat, genießt die wohltuende "Auszeit" während der Behandlung, erfüllt sich seinen Wunsch nach Nähe, Berührung und Zuwendung.

Die Philosophie, die hinter Holistic Pulsing steht, ist einfach: Jedes Lebewesen ist ursprünglich perfekt ausgestattet für die Bewältigung der Aufgaben, die sich ihm im Lauf seines Daseins stellen werden. Es verfügt über eine umfassende Weisheit. Dadurch ist es befähigt, ein glückliches und sinnerfülltes Leben zu führen und sich immer weiter in Richtung auf seine Ganzheit, sein "Heil-Sein" zu entfalten. Irgendwann in der Entwicklung des Menschen geht der Zugang zu diesem grundlegenden Wissen verloren - wodurch auch immer; die Frage, WER und WAS ein Kind von seinem Weg abbringt, ist in diesem Zusammenhang unwichtig. Die ursprüngliche Weisheit ist nicht endgültig verloren, sondern nur verschüttet, aber in jeder Körperzelle seit der Zeugung gespeichert. Holistic Pulsing ruft dem Menschen in Erinnerung, was er schon immer gewusst hat. Es versetzt auf sehr sanfte und subtile Weise die Zellen in Schwingung und bringt die enthaltenen Informationen wieder in Fluss. Die KlientInnen gehen auf die Reise zu sich selbst. Sie entdecken mit der größten Selbstverständlichkeit und in erstaunlich kurzer Zeit neue Zugänge zu ihrer Selbstheilungsfähigkeit und ihrer wahren Bestimmung.

Blockaden lösen sich auf, neue Kraftquellen können erschlossen und für die Umsetzung im Alltag nutzbar gemacht werden. Der Umgang mit sich selbst und der Welt verändert sich positiv.

Die grundlegende Technik des Körper-Pulsens ist praktisch für jede/n erlernbar. Eine vollständige Puls-Ausbildung umfasst drei aufeinander aufbauende, immer intensivere Anwendungsbereiche: Körper-Pulsen, Organ-Pulsen und Chakren-Pulsen. Je tiefer die Anwendung in die Persönlichkeit des Klienten eingreift, desto größer wird die Verantwortung des Pulsers/der Pulserin und daher auch der Anspruch an seine/ihre eigene Bewusstheit.

Erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Puls-Sitzung ist eine ungestörte, behagliche Atmosphäre, ein angenehmer und als "sicher" empfundener Raum. Entspannende Musik erleichtert dem Empfänger einer Sitzung das Loslassen vom Alltagsstress. BehandlerIn und EmpfängerIn brauchen unbedingt ausreichend Zeit; eine vollständige Sitzung mit der unverzichtbaren Nachruhezeit dauert mindestens eine Stunde.

Gearbeitet wird meist auf den üblichen Massagetischen; es eignet sich aber jede nicht zu breite Liegefläche, etwa ein Küchentisch. Für das Wohlbefinden des Gebers/der Geberin sollte die Unterlage nicht zu niedrig sein; grundsätzlich sind kurze Puls-Behandlungen auch auf einer Matte auf dem Boden möglich.

 

Der Empfänger der Sitzung kann auf dem Rücken, auf dem Bauch oder auf der Seite liegen; entscheidend ist ausschließlich, wie er sich am wohlsten fühlt. Er kann je nach seinem Wunsch voll bekleidet bleiben oder auf der bloßen Haut gepulst werden.

Der Pulser/die Pulserin stellt sich respektvoll und achtsam auf den Klienten ein und legt dann die Hände sanft auf. Mit minimalen Rüttelbewegungen wird der Körper in eine schnelle, sehr tief gehende Schwingung versetzt, die von den Beinen bis zum Kopf alle Körperteile einschließt, auch wenn z. B. gerade nur die Knie gepulst werden. Mit fließenden Übergängen zwischen den einzelnen Griffen wandern die Hände des Pulsers weiter, ohne die Schwingung zu unterbrechen; meist wird im Lauf einer Behandlung nach und nach der ganze Körper gepulst. Je nach dem Wunsch, den Reaktionen und Äußerungen des Empfängers sowie dem Empfinden des Gebers fallen die Reihenfolge und die Dauer der einzelnen Griffe bei jeder Sitzung anders aus.

Der Geber achtet während der Arbeit nicht nur auf seinen Klienten, sondern auch auf sein eigenes Wohlbefinden; Griffe oder Körperhaltungen, die sich für einen von beiden unangenehm anfühlen, werden sofort verändert. Im Gegensatz zur klassischen Massage geht der Pulser bewusst von Verspannungen und Schmerzpunkten weg und pulst dort weiter, wo die Schwingung als angenehm empfunden wird; blockierte Stellen werden gewissermaßen freundlich eingeladen, mit den benachbarten, freien Zonen mitzuschwingen. Dadurch ergibt sich eine absolut angenehme Behandlungserfahrung. Der Empfänger fühlt sich rundherum wohl und genießt die oft jahrelang entbehrte, sanfte und achtsame Berührung, die bedingungslose Zuwendung. Das wohlige Daheimsein im eigenen Körper dauert noch lang über die Sitzung hinaus an.

Über dem gesamten Pulsvorgang steht das Prinzip der absoluten Absichtslosigkeit, und darin unterscheidet sich Pulsen von praktisch allen gängigen alternativen Behandlungsformen. Weder der Pulser noch der Empfänger "müssen" oder "sollen" etwas erreichen, bewirken, diagnostizieren, auflösen, verstehen, analysieren usw. Beide überlassen vertrauensvoll der Weisheit des Körpers die Führung.

Oft taucht beim Empfänger ganz mühelos eine Einsicht, eine Erkenntnis auf, ein selbstverständliches Wissen, was zu tun ist; dann nimmt man es dankbar an. Passiert nichts dergleichen, so ist es auch gut. Der Geber vermeidet jedes "Hineingeben" und "Herausholen" und verzichtet auch auf Interpretationen und Bewertungen; denn nur der/die Gepulste kann wissen, was für ihn oder sie richtig und wichtig ist. Der Pulser, die Pulserin hat nur die Aufgabe, den Weg zu diesem Wissen wieder finden zu helfen. Die "blinden Flecken" im Bewusstsein des Behandlers können dem Behandelten daher nicht mehr schaden. Damit entkommt Pulsen in hohem Maße der Übertragungsfalle.

Was man beim Pulsen spürt, lässt sich nur schwer schildern. Wer eine gute, in Achtsamkeit, Respekt und liebevoller Zuwendung gegebene Puls-Sitzung bekommen hat, wird sich unweigerlich in Richtung auf sich selbst hin verändern - und überdies das erlebte Wohlbefinden nicht mehr missen wollen.

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